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Mond im vierten Haus
avatar 16. April 2017 19:41
Auch wenn es einem nicht so bewusst sein mag: die Verbindung zum Elternhaus, zu Heimat und Familie ist stark. Der Draht dorthin reißt nie völlig ab; es steht einem immer noch eine Tür offen. Lange wird am Zuhause gehangen, auch bei einer räumlichen (Wohnort-)Entfernung. Die innere Trennung/ letztendliche Loslösung von der Herkunftssippschaft ist zwar notwendig, aber keineswegs einfach, erfordert viel Takt und Fingerspitzengefühl - und sollte nicht übers Knie gebrochen werden.
Der Familienroman, die Erinnerungen an früher/ an Kindheit und Vergangenheit spielen eine große Rolle im Leben. Daraus erklären sich so manche markanten, tiefsitzenden Muster und Gewohnheiten, insbesondere die typischen individuellen Eigenheiten ("Macken"). Die Empfindungsebene bzw. Gefühlsnatur ist überhaupt sehr ausgeprägt. Dies gelte es entsprechend im Tun einzuplanen - wo doch so häufig das Denken ("der Kopf") die Oberhand hat. Sonst können nämlich seelische Schwankungen, Labilität, Schwächen, Lust und Unlust dem Geist und seinen Absichten einen ganz schönen Strich durch die Rechnung machen. Zu bedenken wäre auch, dass grundsätzlich in kritischen Situationen für ein adäquates Reagieren viel Zeit benötigt wird - um Eindrücke sich setzen zu lassen, diese wirklich zu verarbeiten. Denn Schnellschüsse ("aus der Hüfte") gehen allzuleicht daneben.
Wo immer der aktuelle Aufenthaltsort sein mag: Geborgenheit, eine vertraute, gewissermaßen "private" Atmosphäre wird spürbar gesucht und gewünscht. Es ist für einen ungemein wichtig zu wissen, dass man an einen bestimmten Fleck gehört. An einem solchen Hort emotionaler Ruhe und Sicherheit sprudeln nämlich wahre Kraftquellen, lässt sich echte Stärke schöpfen.
Gegeben ist ein großer seelischer Reichtum. Deshalb sollte die Innenwelt keinesfalls vernachlässigt, sondern sie - möglichst angstfrei - entwickelt und (vertrauensvoll) ausgestaltet werden; d.h. die introvertierte Seite der Persönlichkeit gelte es im doch so nüchternen Alltag mit zu berücksichtigen, respektierlich zu behandeln, gebührend zu würdigen. Gerade die künstlerischen Talente und Begabungen böten dafür Möglichkeiten, wären geeignete Mittel zur Pflege des Gemüts (jenseits von Vernunft und Verstand). Generell will (und soll) die Identitätsfindung im Leben einen breiten Raum einnehmen.
Ausgehend von einem idealisierten Mutterbild machen Männer oft den Fehler, an Frauen überhöhte Erwartungen zu stellen. Dabei sollten sie die von der Partnerin gewünschten Qualitäten eigentlich selbst entwickeln; sie sind ihrerseits nämlich ganz schön "mütterlich": d.h. lieb und weich, im Grunde ihres Herzens empfindsam und verletzlich. Sie verfügen über eine ausgesprochen fürsorgliche Ader und mögen es heimelig und kuschelig, haben Familiensinn, sind auch als reifer Mann irgendwo im Grunde noch ein Kind. Es wäre für sie zu überlegen, zumindest teil- oder phasenweise die Rolle eines Hausmannes zu spielen.
Frauen ist für ihr Wohlbefinden dringend anzuraten, sich neben einer eventuellen Berufstätigkeit trotzdem noch intensiv der Familie zu widmen, zumindest sich um jemanden kümmern bzw. für jemanden sorgen zu können, und sei es nur für ein Haustier. Andernfalls kämen ihre emotionalen Bedürfnisse (nach Nähe, usw.) zu kurz.
Thema Autor Datum/Zeit
Mond im vierten Haus Richard Vetter 16. April 2017 19:41
Re: Mond im vierten Haus Christian12 19. April 2017 06:48
Re: Mond im vierten Haus Christian12 19. April 2017 06:51



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