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die sonne in den fischen
avatar 11. Dezember 2016 15:57
Das äußere Auftreten ist sanft und mild, das Verhalten vorsichtig und behutsam, niemandem weh tun wollend. Als eher passiver, zurückhaltender und stiller Typ werden Vorgänge meist laufen gelassen, lässt man andere normalerweise gewähren/ die Dinge geschehen. Vorhanden ist viel Phantasie, Romantik und Naturverbundenheit - sowie nicht selten eine musikalisch-künstlerische Begabung. Bedenklich nahe liegt allerdings das gefühlsmäßige Abgleiten in Sentimentalität, in ein sehnsüchtiges Schwärmen oder eine Träumerei, gerade in puncto Beziehung.
Es kann sich gut in Leute hineinversetzt werden; zur Verfügung steht ein hohes Maß an Feinfühligkeit, ein enormes Aufnahmevermögen für Schwingungen (für "Atmosphärisches" ). Geradezu phänomenal ist oft die Intuition; die Empfänglichkeit für Eingebungen aller Art grenzt ans Mediale. Dabei hat die Existenz von "Höherem" etwas Selbstverständliches für einen; ohne das Ganze unbedingt in Worte fassen zu können, schlägt das Herz für "himmlische" Ideale - welche einen unbewusst motivieren, welche letztlich Grund und Ursache des persönlichen Agierens sind. Entsprechend sind auch Hilfsbereitschaft und Mitleid groß (mit allem, was da kreucht und fleucht). Die ausgeprägte Sensibilität bringt aber auch ein gehöriges Risiko an Verletzbarkeit mit sich - und diese führt wiederum gern zu Schmollreaktionen, zu einem emotionalen Rückzug (zumindest phasenweise). Wegen dieser Empfindsamkeit sehen andere einen mitunter als fremd, merkwürdig ("komisch" ) an. Und sie lassen einen dies auch spüren - so dass es möglicherweise dazu kommt, einsam im sozialen Abseits zu stehen (mit einem Gefühl von "keiner versteht mich" ).
Eigentlich wird in einer Gruppe oder Gemeinschaft am liebsten "mitgeschwommen"; "Vibes" (Stimmungen) sind das ureigene Element, sie vermitteln irgendwie Sicherheit. Doch kann (beim "Sich-treiben-lassen" ) die chamäleonartige Anpassungsfähigkeit unversehens in eine unselige Fremdbestimmung übergehen; die Nachgiebigkeit ist schließlich ziemlich groß, äußeren Setzungen wird nur wenig entgegengehalten, insbesondere sich gegenüber schädlichen Einflüssen nur ungenügend abgegrenzt.
Da man sich andererseits seelischen Zugriffen/ einer drohenden Vereinnahmung doch instinktiv entzieht, kommt es immer wieder zu jenen typischen, unentschiedenen Schwebezuständen. Hierfür ist aber auch die undeutliche Wahrnehmung verantwortlich, die Verschwommenheit bzw. Verwirrung gerade über einen selbst. Symptome der Unklarheit über sich und das eigene Sein wären u.a. eine gewisse Ablenkbarkeit sowie Inkonsequenz, eine Disziplinschwäche und Nachlässigkeit, im Extrem gar eine Haltlosigkeit.
Das Problemthema im Leben schlechthin bildet die persönliche Durchsetzung. Und heikel ist speziell der Umgang mit Gewalt - mit eigener wie fremder. Vor konflikthaften Auseinandersetzungen wird überwiegend ausgewichen. Das Ich erlebt sich dann als ohnmächtig, fühlt sich wie gelähmt; das Selbstbewusstsein ist für knallharte Konfrontationen einfach nicht geschaffen, viel zu weich und schwach. In zugespitzten, kritischen Situationen sofort zu reagieren, unmittelbar und eindeutig Stellung zu beziehen, fällt ungeheuer schwer. Relativ einfach ist es hingegen, den oder die jeweiligen Kontrahenten ins Leere laufen zu lassen. Die innere Abwesenheit von einem aktuell brennenden Geschehen (sich "elegant" aus der Affäre zu ziehen, dafür aber gerne nachzutragen) tut jedoch nie gut, macht auf Dauer ganz schön unzufrieden. Zwar erfolgt die Selbstbehauptung üblicherweise indirekt (der eigene Wille benutzt gern umständliche Mittel und Konstruktionen) - unterwegs mag die Power allerdings verloren gehen, irgendwo "versanden". Nicht so zu können wie eigentlich gewünscht, aus Befangenheit/ einem mangelnden Selbstvertrauen heraus ein Vorhaben nicht zu realisieren, zeitigt bisweilen schlimme (psychosomatische) Folgen. Die Neigung zur Depression, zu einer enttäuschten Resignation ("eh alles zwecklos" ), sowie ein (innerlich vergiftendes) Selbstbedauern rührt von genau daher: nämlich vom schlechten Umgang mit dem eigenen Energiefluss. Pessimismus speist sich vor allem aus gegen einen selbst gerichteten, unliebsamen oder unterdrückten Aggressionen!
Die - bei jedem Menschen auftretenden - Impulse von Ärger werden leider kaum ausgelebt; sie bleiben meist unbewusst oder verdrängt. (Dabei äußert sich ein aus der Seele aufsteigender Inhalt am Anfang stets bedrohlich, grob und hässlich; hinter seiner "schrecklichen" Fassade verbergen sich jedoch Kostbarkeiten, steckt emotional ungemein Wichtiges, welches aufzugreifen sich lohnen würde. Am sog. "Bösen" hängt eine Menge Kraft und Lebensenergie, in ihm wirkt eine quasi kosmische Dynamik - so dass etwa Wutanfälle nicht unbesehen nur abgewehrt werden sollten.
Was die so schmerzlichen Desillusionierungen in der harten Realität angeht, so wollen einen diese wegführen vom allzu Vordergründigen. Auf das rein Materielle kommt es ja schließlich nicht an. Generell hilfreich im Alltag wären Zuversicht und Vertrauen, gerade hinsichtlich des einem zustoßenden scheinbar Negativen. D.h. sich in seinem Tun und Handeln vom Unbewussten oder Spirituellen leiten zu lassen - durch alle Ängste und Abgründe hindurch. Hin zu jenen (anderen) Bereichen und Gelegenheiten, seine mannigfachen Talente schöpferisch zum Ausdruck zu bringen.
Thema Autor Datum/Zeit
die sonne in den fischen Richard Vetter 11. Dezember 2016 15:57
Re: die sonne in den fischen Lu 12. Dezember 2016 07:24
Re: die sonne in den fischen Christian12 28. Dezember 2016 15:49



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