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Mobbing
04. Dezember 2016 13:34
Ich bin in diesem Jahr in einer recht heftigen Weise Opfer nachbarschaftlichen Mobbings geworden. Es dauerte eine Weile bis ich glaubte, einigermaßen zu verstehen, was hier geschieht und möglicherweise auch, warum. Sicher bin ich aber immer noch nicht.
In diesem Zusammenhang kenne ich gesichert nur zwei Ereignisse, wo Datum und Uhrzeit vorliegen. Was schon einmal ein seltsamer Zufall ist, ist die Tatsache, dass an einem der beiden Tage mein nicht mehr anwesender, langjährigster Freund seinen 59. Geburtstag gefeiert hätte und am zweiten der beiden Tage meine Eltern ihren 59. Hochzeitstag gehabt hätten. Welche Bedeutung hat die Zahl 59?
Ich stelle hier die beiden Ereignishoroskope ein.
Es ließe sich zu den Ereignissen diesen Jahres ein 30-seitiges Essay schreiben, in dem alle Geschehnisse geschildert würden. Aber wer liest so etwas schon?
Am Nachmittag des 7. Juni spricht mich die Nachbarin, die über mir wohnt, vor dem Haus in einem erstaunlich unhöflichen Ton an. Sie werde sich das nicht mehr lange gefallen lassen und juristische Maßnahmen ergreifen, meinte sie. Ich wusste erst einmal nicht, worum es ging und fragte deshalb nach. Sie meinte nächtliche Lärmbelästigungen, die ihr den Schlaf rauben würden, deren Verursacher ich sei, was ich auf Nachfrage bestätigt bekam. Allem Anschein nach war sie in der vergangenen Nacht erneut geweckt worden, während ich in der Nachtschicht, d.h. gar nicht zuhause war. Ich frage nach dem Wo und dem Wie. Sie meinte, sie schlafe im kleinen Zimmer, was mich ein wenig wunderte, denn das kleine Zimmer grenzt an das Treppenhaus. Da hört man selbst die Haustüre noch zuschlagen. Wenn man alleine in einer 3-Zimmer-Wohnung lebt und sich dann genau das Zimmer zum Schlafen aussucht, das die größten Lärmrisiken birgt, dann muss man sich nicht wundern, dachte ich. Da sie über mir wohnt, ist der Schnitt ihrer Wohnung derselbe wie meiner. Es seien klopfende, trommelnde Geräusche, als würde jemand nachts auf einer Trommel Musik machen. Da ich weder im kleinen Zimmer schlafe und deshalb den von ihr erwähnten Lärm erst einmal gar nicht hörte, ich auch keine Trommel besitze und in der vergangenen Nacht ohnehin nicht zuhause war, hakte ich das Thema innerlich wieder ab. Sie blieb aber in der Folgezeit bei ihren Vorwürfen gegen mich als Lärmverursacher. Die Sache eskalierte im Laufe der Zeit immer mehr. Einige Wochen später fragte ich meine Nachbarin, wann sie den Lärm denn das erste mal gehört habe. Allem Anschein nach hörte sie den Lärm das erste mal in der Nacht bevor sie mich das erste mal angesprochen hatte. Da sagte sie aber "lange würde sie sich das nicht mehr anhören", woraus ich geschlossen hatte, dass schon damals die Sache eine Weile am Laufen gewesen sei. Irgendwann klingelt sie mich abends raus, beschwert sich wieder über Lärm und sagt im Gespräch zu mir "Sie haben doch eine Trommel, Herr...". Vier Monate nach dem ersten Gespräch organisiere ich ein Gemeinschaftsgespräch mit dem Vermieter, dem sie aber ausweicht und schnell wieder verschwindet. Dort erwähne ich Trommeln, das ich ein paar Tage vorher in der Wohnung unter mir gehört hatte. Zwar tagsüber, aber es war Spielen auf einer Trommel. Ganz offensichtlich hatte sie das auch gehört, denn sie meinte mir gegenüber vorwurfsvoll, tagsüber sei das ja wohl erlaubt, außerdem sei es keine Trommel, von welcher der nächtliche Lärm ausging. Bereits wenige Tage nach der ersten Beschwerde meiner Nachbarin schaltet sich der Bewohner unter mir in die Sache ein, der mit der Trommel, und bezichtigt mich ebenfalls der nächtlichen Lärmbelästigung. Er schreit mich mehrmals im Hausflur unvermittelt laut an. Beide tragen das ganze in die Nachbarschaft, auch in die Nachbarhäuser und machen Stimmung gegen mich.
Am 7. Juli verlasse ich Frühabends das Haus, weil ich wieder Nachtschicht habe. Meine Nachbarin begegnet mir und spricht mich an: "Bei Ihnen war kürzlich nachts die Polizei, Herr...?" "Bei mir? Das hätte ich aber mitbekommen." "Aber ich habe genau gehört, wie die Polizei laut Ihren Namen rief, mehrmals gegen ihre Tür klopfte und schließlich gewaltsam in Ihre Wohnung eingedrungen ist." "Auch das hätte ich sicher mitbekommen", sage ich. "Wann soll das denn gewesen sein?" frage ich. "Vor zwei oder drei Nächten."
Als ich später in meinem Büro ankomme, rufe ich von dort die örtliche Polizeidienststelle an, schildere mein Problem und frage, ob es in den vergangenen drei Nächten einen Polizeieinsatz in meinem Wohnhaus gegeben habe. Der Polizeibeamte schaut scheinbar in seinem Computer nach und meint schließlich, es habe in meiner Straße in den vergangenen drei Nächten keinen Einsatz gegeben.
Die beiden Ereignishoroskope sind die beiden einzigen Lärmbelästigungen, die meine Nachbarin mir mit Zeitpunkt nannte. Im ersten Fall hatte ich 45 Minuten vorher bereits das Haus verlassen, im zweiten Fall war ich außer Haus, mehrere Tage auf Geschäftsreise in einem anderen Bundesland.
Sie besteht immer noch darauf, dass ich der Lärmverursacher bin und war.


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Mobbing Gif Attachments Christian12 04. Dezember 2016 13:34



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