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Saturn und seine Transite.
25. August 2016 23:19
Saturn und seine Transite.

Benötigt Jupiter fast zwölf Jahre für eine Umrundung des Tierkreises, so braucht Saturn erheblich länger für die „Reise des Helden“. Beinahe 30 Jahre ergeben für den Menschen mehrere Lebensabschnitte, so beinhaltet der erste Zyklus Geburt, Kindheit, Jugend und die Reife zum Erwachsenen, zur individuellen Persönlichkeit. Kaum über einen anderen Planeten wurde so viel geschrieben wie über Saturn. Das mag sicher auch daran liegen, weil er bis vor knapp 210 Jahren als äußerster Planet in unserem Sonnensystem galt. Saturn hatte daher auch den Status von Pluto, sobald man der Frage nach dem Tod nachging. So wurde er häufig als Sensenmann dargestellt, mit dem „Hüter der Schwelle“ war anscheinend der physische Tod gemeint. Auch braucht man in der Geschichte nicht all zu lange zurückzugehen um zu sehen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen doch sehr kurz war und viele nicht älter als 30 Jahre alt wurden. Das hat sicher mit den vielen Todgeburten zu tun und mit den jeweiligen Voraussetzungen einer Kultur, mit Naturgewalten und Seuchen, Kriegen und Völkerwanderungen.

Saturn kann man sich über verschiedene Ebenen annähern, da er unglaublich viele solcher Ebenen und deren Eigenschaften in sich trägt Auf der persönlichen Ebene symbolisiert Saturn die eigene Persönlichkeit mit allen ihren angesammelten Erfahrungen von der Geburt bis ins Hier und Jetzt. Er grenzt durch die Haut das eigene Ich von seiner Umwelt ab. Saturn ist immer auf jeglicher physikalischer Ebene präsent, sei es als Fels, Stein, oder eine ganze Gebirgskette, die Erde selbst. Alles was sichtbar ist in der Welt der Erscheinungen ist eine Ausdrucksform von Saturn. In seiner Körperlichkeit bewahrt er sein angesammeltes Wissen auf, doch erfährt man ebenso durch ihn Prägungen, welche durch die Erzieher, meist auch durch die Mutter, aber ebenso durch Autoritätspersonen der Öffentlichkeit, wie an Schulen usw. von Geburt an ihren Lauf nehmen. Saturn prägt sehr nachhaltig, daher ist es nicht selten, dass zuletzt „gut gemeinte“ Prägung einschränkt und somit den eigenen Horizont. In seinen Zyklen macht sich Saturn immer wieder bemerkbar, gleich eines Zeigefingers oder einer Lupe. Er bringt immer wieder Phasen der Verlangsamung, gleich einer Zeitlupe, damit man diese zähe Masse auskristallisierter Erfahrungen immer wieder ansieht, so lange, bis sich aus diesen Kristallen ein strahlender Diamant ergibt, makellos und lupenrein.

Daher sind besonders die ersten Zyklen des Saturn im Transit so aufschlussreich, weil sie zeigen, wie in dieser Zeit ein Mensch seine Welt erlebt. Das Problem an Saturn aus persönlicher Sicht ist, dass man nicht alleine auf dieser Welt ist. Saturn steht für den Allgemeinnutz zum Wohle eines großen Ganzen. Saturn lehrt, dass man ein Teil dieser Gesellschaft ist, was Unterordnung und Integration bedeutet. In ihm steckt ebenso das Erfahrungsgut des Umfeldes, das Wissen um die Realitätsbewältigung, um Regeln, Gesetze und Ordnung. Saturn und Jupiter gelten auch als erzieherische Planeten.

Das wäre alles relativ einfach, sobald die Ordnung auf unzähligen Ebenen mit der Ordnung der Evolution übereinstimmen täten! Aber dem ist nicht so Saturn möchte Beharrung, Beständigkeit und Sicherheit, doch liegen seine bekannten Gefahren im Starrsinn, in einer zu konservativen Haltung, im Festhalten solcher Muster, welche nicht mit der Evolution einhergehen. Saturn selbst weiß sicher um das Wesen dieser Welt der Erscheinungen ( Erde ), aber er steht ebenso für Entwicklungsprozesse der Gesellschaft, wie auch im Persönlichen. Saturn tut gut daran ( auf der persönlichen Ebene ), sobald er seine Lupe an sich selbst anwendet, selbstkritisch auf die eigenen Muster und Gewohnheiten achtet, damit er nicht zur Salzsäule erstarren kann.

Durch Erfahrungen kann er übervorsichtig sein, misstrauisch werden, stets um die eigene Sicherheit besorgt. Er erkennt, dass er ebenso nur einen Teil der Wahrheit ergibt, wobei Jupiter immer wieder für ein Aufweichen sorgt, indem er mit seinem Optimismus und seiner Sinnlichkeit, seinen Glauben an das Gute und Höhere ihn veranlasst seine Mauern zu öffnen. Nach Saturn kommen die Transpersonalplaneten, verborgen hinter der sichtbaren Welt. Aber sie lehren Saturn nachhaltig, dass die einzige Beständigkeit in dieser Welt die Vergänglichkeit aller Dinge ist, was Zyklen und somit Zeit schafft.

Saturn möchte behüten, beschützen, Vorsorge leisten, Vorräte anlegen, Sicherheit haben, sich Wissen aneignen, letztlich wie eine Frucht im Leben heranreifen, zur Blüte kommen, und zuletzt aus diesem Weisheit und echte Lebenserfahrung hervorbringen. Von der astrologischen Psychosynthese weiß man um den Mond als Kind und Saturn als Mutter. Hier werden auch die kollektiven Ahnenketten ersichtlich, die Vererbungen des „Familienschicksals.“ Da schickt die Seele etwas mit dem Schicksal, daher ist es wichtig, dass man möglichst wertfrei an ein Horoskop – auch an das eigene – herangeht. Hatte man eine schlimme Kindheit, so lässt der Druck nur nach, sobald man in die Lage kommt ein gewisses Verständnis für die eigenen Erzieher oder auch der Mutter zu entwickeln, da sie ebenso eine Prägung erfuhren, welche sie mehr oder weniger unbewusst weitergegeben haben.

Um die Transite von Saturn zu verstehen, ist es grundlegend wichtig, seine Stellung im Radix im Zeichen, in seiner Hausposition zu untersuchen. Dabei spielen alle mit ihm im Aspekt stehende Planeten eine sehr wichtige Rolle! Im Transit werden solche Figuren durch Saturn immer wieder gemäß seiner Zyklen aktiviert.

Saturn benötigt für ein Zeichen knapp 30 Monate, also zweieinhalb Jahre. Innerhalb eines Jahres ist Saturn im Transit gut sieben Monate direktläufig und fünf Monate rückläufig, was Nachhaltigkeit bedeutet, Zentrierung auf einen Punkt hin. Wie eine Egge gräbt er seine Furchen tief, seine Spuren sind daher sehr lange sichtbar und ebenso wirksam.

Die Reise Saturns im Transit beginnt natürlich an seiner Position im Radixhoroskop, wobei er alle sieben Jahre drei Zeichen durchwandert. Bei den Häusern kann es anders sein, da sie unterschiedlich groß sein können und somit sein Aufenthalt kürzer oder länger ausfallen kann. Saturn schätzt zwar primär die blauen Aspekte, da sie seiner Natur entsprechen, aber er kann ebenso mit grünen und roten Aspekte fertig werden, was anstrengend sein mag, jedoch grundsätzlich mehr Beweglichkeit mit sich bringt.

Um Saturn im Transit besser verstehen zu können, ist es sinnvoll, seine Stellung im Radix in den Häusern kurz abzuhandeln, und unabhängig davon, wie eine zeitliche Folge eines ganzen Zyklus erlebt wird. Ein Zyklus kann an jedem beliebigen Punkt von 360 Zeichen- und Häusergraden beginnen. Da hat man es beim Alterspunkt so gesehen ein wenig einfacher, da dieser immer bei der Geburt am Aszendenten durchstartet. Saturn ist ein Sammler von Informationen, und der Beginn ist hier überall möglich.

Gemäß seiner Motivation steht er gerne im Radix in den fixen Häusern, sowie am Invertpunkt. Auf der Spitze bekommt er es mit Leistungsanforderungen zu tun, am Talpunkt muss er zunächst lernen nach Innen zu gehen ( Ziehe den Splitter erst aus deinem Auge, bevor du ihn aus deines Bruders Auge ziehst ).

Bei Saturn sind besonders die Aspekte im Transit von großer Wichtigkeit, wobei durch seine Geschwindigkeit sich eine zeitlich sehr gute und logische Übersicht ergibt. Zunächst startet er bei Null, dabei ist es auch wichtig zu schauen, wann er sich in ein anderes Zeichen oder Haus bewegt. Das bringt immer prägende Impulse mit sich, mit welchen man die entsprechende Zeitqualität Revue passieren lassen kann! Zur Rückläufigkeit wäre anzumerken, dass sich bei dieser ein Planet immer der Erde am nächsten befindet. Das bringt eine Hervorhebung und Betonung mit sich, auch bei Saturn. Mit Karma und solchen Dingen ist Rückläufigkeit nicht so im Zusammenhang zu sehen, sondern es geht dabei mehr um eine verstärkte Betonung in Hinsicht auf den persönlichen Horizont der Wahrnehmung von „Realität“.

Der erste Saturnzyklus geht aus der Konjunktion hervor und endet nach 30 Monaten im Halbsextil Saturn Transit – Saturn Radix. Das Halbsextil ist ein Merkur – Aspekt, welcher eine Unmenge Informationen auf den Säugling herunterregnen lässt. Hat man im Radix zum Beispiel einen Aspekt von Saturn mit Mond, so wird Saturn im Transit besonders stark empfunden. Dieser Aspekt zeigt Prägung in jeden Fall an. Wichtig sind auch Planeten im Radix, welche nach kurzer Zeit der Geburt schon Aspekte von Saturn erhalten! Dann kann man durch Vertiefung nachempfinden, wie sich ein Mensch in dieser Zeit gefühlt hat, Verständnis für das entwickeln, warum er so oder anders geworden ist. Besonders die ersten acht Lebensmonate sind von sehr großer Bedeutung für einen neu angekommenen Erdenbürger, daher lohnt es sich sehr, sich die Transite aus dieser Zeit anzusehen.

Besonders aufschlussreich sind für die Phasen vor und nach der Geburt Planeten im zwölften Haus, sowie um den Aszendenten herum, da sie viel Aufklärung über die Umstände der jeweiligen vor- und nachgeburtlichen Phasen bringen können. Vor der Geburt lebt der Fötus bereits, entsprechend den symbiotischen Eigenschaften der Fische und des zwölften Hauses ( Neptun ). Das Kind fühlt sich in der Fruchtblase zusammen mit der Mutter in einer Art symbiotischer Einheit. Nach dem Talpunkt im zwölften Haus entsteht der Drang aus dem Mutterleib heraus zu treten, und hier können die Planeten im Radix in ihrem Zeichen das „Wie“ beschreiben. Egal wo Saturn im Radix steht, das Wissen um seine Geburt hat er in Stein gemeißelt, auch wenn es ins Unterbewusstsein abgeglitten ist. Die Geburt ist die erste starke Prägung, welche so ein junger Körper erfährt, sobald er von der Nabelschnur abgetrennt wurde. Trotzdem kann besonders in den ersten acht Lebenswochen eine starke Symbiose von Mutter und Kind der Fall sein. Der Säugling glaubt in dieser Zeit, dass die Mutter ein physischer Teil von ihm ist! Erst allmählich wird ihm bewusst, dass er Subjekt und seine Mutter Objekt ist.

Neptun um den Aszendenten sagt aus, dass nicht selten die Mutter Betäubungs- oder Schmerzmittel unmittelbar vor oder bei der Geburt erhalten hat, damit alles besser entkrampft. Saturn vor dem AC ist gerne der „Geburtenverweigerer“, man wollte nicht mehr in diese Welt, „musste“ aber noch einmal antreten um weiter zu lernen. Pluto in zwölf kann sehr schwierige Vorgeburtsphasen anzeigen, was auch mit Todesängsten für den Fötus einhergehen kann. Pluto, Uranus und Saturn zeigen auch oft den Kaiserschnitt an, oder die Früh/Spätgeburt. Bei Merkur kann es laut zugegangen sein, da kann eine Geburt durchaus auf der Strasse der Fall sein Bei der Venus kommt man in einer sehr schönen Umgebung zur Welt, bei Jupiter „läuten regelrecht die Glocken“ – das Kind war ersehnt und erwünscht; während Uranus in zwölf für das „Kuckucksei“ steht, man war nicht geplant, oder wurde „untergeschoben“. Bei der Sonne um den AC ist häufig der Vater bei der Geburt anwesend, im zwölften Haus kann es sein, dass der Vater eben mal zum Zigaretten holen geht und erst nach 25 Jahren wieder zurück kommt. Manchmal wird man ohne Vater groß mit Sonne in zwölf.

Ein Mond als schnellster Läufer durch den Tierkreis ( Verhältnis Saturn – Mond synodisch 1: 1000 ) sucht auf instinktive Weise nach Sicherheit und Geborgenheit; der eigene Saturn liegt nach der Geburt nackt auf den Wickeltisch, völlig hilflos und schutzbedürftig seiner Umwelt ausgeliefert. So liegt es auf der Hand, dass der Mond als Kontaktplanet offen ist und darauf wartet Vorgaben zu erhalten. Saturn sättigt, beschützt und sichert, wobei sich der Mond wohl und geborgen bei seiner Mutter fühlt. Das stete Lernen beginnt so richtig nach einigen Lebensmonaten, auch der Mars bildet sich mehr und mehr heran, so dass das Kind beginnt sich am Laufstall hochzuziehen, krabbelnd die Umwelt „begreift“ und erforscht. Im Alter von vier Jahren kommt das Kind mit dem Alterspunkt an den Talpunkt im ersten Haus. Hier stellt es fest, dass es auch andere gibt, und ebenso notwendige Grenzen, welche zwangsläufig von der Mutter erfahren werden. Es reicht ja schon, sobald das Kind auf die Strasse rennen will und nicht nach links und rechts dabei schaut. Zunächst kann es nicht verstehen, warum es die Mutter am Arm festhält und somit davor schützt überfahren zu werden.

Nach den ersten dreißig Lebensmonaten ist der erste von zwölf Zyklen des Saturn vorüber, jetzt kommt bis zum Alter von fünf Jahren der zweite Zyklus von Saturn im Transit zu Saturn im Radix mit dem Sextil. Spätestens hier beginnt das Kind seinen Körper immer besser zu beherrschen, was sich im Gehen, Laufen und Springen bemerkbar macht, im kindlichen Tanz der Unbeschwertheit und der Spielfreude des Mondes. Das Sextil entspricht dem Venus – Aspekt, die Formen des Körpers verfeinern sich, ebenso wird allmählich das Bettnässen weniger, die Kontrolle über die Ausscheidungsorgane erlangt. Viele kommen in den Kindergarten und lernen somit mit Saturn sich in die Gemeinschaft zu integrieren. Das Vorschulalter macht den Kinder Glauben bereits viel zu wissen, was sich jedoch ab dem sechsten Lebensjahr ändert, da nun die dritte Phase des Saturn Zyklus mit dem Quadrat für die nächsten 30 Monate ansteht.

Saturn macht sich hier mit der Pflicht und den Eintritt in die Schule bemerkbar, mit Rhythmen von alltäglicher und bestimmender Qualität. In dieser Phase des Quadrats wird das Tun des Mars angeregt, gezielt auf einen Punkt hin zu arbeiten. Das Quadrat bedeutet Wachstum, Schwung und Begeisterung, aber auch Konflikt und Reibung mit der Umwelt. Als junger Mensch erfährt man einen gewissen Zwang, aber die Erfahrung Saturns lehrt bedingte Notwendigkeiten, um einen brauchbaren sozialen System gerecht werden zu können. Aber es macht einen sehr großen Unterschied, sobald man auf das absteigende Quadrat im Zyklus des Saturn im Alter von 22 oder 23 Jahren schaut, da man hier bereits einiges an Lernprozessen und ebenso physischer Wandlung durchgemacht hat. Saturn erneuert innerhalb von sieben Jahren sämtliche Körperzellen, ab dem absteigenden Quadrat sterben mehr ab, als sich neue heranbilden. Wie eine Treibstufe scheint er den Körper gleichsam eines Segelfliegers hoch in die Atmosphäre zu bringen, um anschließend auszuklinken, wobei der Körper wie bei der Thermik längere oder weniger Zeit dafür benötigt, um zur Erde zurückzukehren.

Nach dem Quadrat im Zyklus des Saturns folgt das Trigon, der Jupiter – Aspekt, im Alter von 90 bis 120 Monaten. Mit zehn Jahren wechseln viele auf eine höhere Schule, jedenfalls hat man in der vorherigen Phase hinzu gelernt, hat ein gewisses Selbstverständnis erworben. Doch macht das Trigon in diesem Zyklus dazu geneigt, Prägemuster blauäugig anzunehmen, sie weniger zu hinterfragen, mit dem Strom zu schwimmen. So etwas kann ebenso später Konflikte mit sich bringen, sobald diese Prägungen konträr zum Plan der Evolution stehen. Als Beispiel soll die Bildungspolitik mit ihren Leistungsansprüchen dienen. In der Schule wird in den demokratischen Gesellschaften nach den Kriterien der freien Marktwirtschaft gelehrt, doch zeigen die globalen Auswirkungen des Klimas an, dass „es so nicht weitergehen“ kann. Ein Kind und heranwachsender Jugendlicher jedoch hat auch unbewussten Zugang zu den Leitbildern Uranus, Neptun und Pluto, welche ihm sagen, dass nicht unbedingt alles richtig sein muss, was einem die Lehrer oder Eltern erzählen und beibringen wollen!

Auch der Staat als große Körperlichkeit hält immer noch an alten und nicht mehr brauchbaren Systemen fest, anstatt zu erkennen, dass dieser Planet zuletzt einen großen Körper mit Billiarden von Zellen und Lebewesen besteht, welche aller kosmischer Herkunft sind. Saturn hat ebenso seine Entwicklungsstufen, wobei C. G. Jung anmerkte, dass der Staat 84 Jahre für eine echte Neuerung benötigt, der einzelne Mensch schon als Kind für so ein Wissen haben kann. Saturn kann nur mit echter Weisheit und Erfahrung glänzen, sobald er sich über die Ebene der Erscheinungswelt hinaus öffnet, sozusagen sich Uranus, Neptun und Pluto organisch annähert. Oft versuchen in dieser Phase des Quadrats die Eltern ihr Kind auf eine andere Schule zu schicken, wo mehr auf kreative und alternative Fähigkeiten geachtet wird. Natürlich ist es immer individuell, sobald ein Kind einen Lehrer bekommt und wie dieser im Stande ist darauf einzugehen.

Beim Quincunx des Saturn Zyklus kommt Beweglichkeit hinzu, im Alter von zehn bis dreizehn Jahren ist die Entfernung vom Ausgangspunkt schon sehr groß, wobei diese bei der Opposition mit 14 Jahren am fernmöglichsten Punkt steht. Der Jugendliche entfernt sich innerlich von der Mutter, auch steht die Geschlechtsreife allmählich an, oder ist bereits im Gange. Ebenso ist die Unsicherheit dieser Altersgruppe zu beobachten, die Jungendlichen schwanken zwischen Selbstbewusstheit und gefühlter Minderwertigkeit hin und her. Der Abschied vom Kindsein zeichnet sich mehr und mehr ab. Man weiß nicht so recht, an was man sich orientieren soll, hinzu kommen die Gefühle des Quincunx stark zum Ausdruck. Die ersten Phasen der Verliebtheit kommen hinzu, Hoffnung und Zweifel plagen einen, so dass sich Pflicht und Traum begegnen. Mit 14 Jahren hat auch der Neptun ganz schleichend seine erste Phase mit dem Halbsextil Neptun – Neptun abgeschlossen, was Saturn natürlich beschäftigt.

Bei der Opposition des Saturn Zyklus zählt man fortab zu den Heranwachsenden. Bei vielen steht eine Lehre ins Haus, nachdem sie die Hauptschule verlassen haben; aber ebenso macht sich eine Auflehnung gegen die Erwachsenen bemerkbar, was auch mit Uranus im Transit zu tun hat; er hat nach 14 Jahren schon das Sextil, somit kommen sich Tradition und Erneuerungsgedanken in die Haare. Oppositionen erfordern oft Entscheidungen, dabei werden Kontraste geschaffen, welche beide Teile als Ganzes ergeben. Man steht sich in dieser Phase selbst gegenüber, hat einen gewissen Überblick über die eigene Prägung, und steht damit in einer Art von Konfliktphase, ganz dem Mond entsprechend. Er reflektiert ja alles, erfährt dadurch Stimmungen und geht daher mehr und mehr solche Einschränkungen an, welche real beseitigt werden können. Aber dies macht wieder zunächst schwankend und unsicher. Oft sieht man in dieser Zeit die typische Hassliebe der Kinder den Eltern gegenüber.

Das absteigende Quincunx des Saturn Zyklus erfährt man zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr. Viele sind sich in dieser Zeit unsicher, wie der weitere Lebensweg aussehen soll, im Beruf oder mit der Weiterbildung nach der Schule. Ebenso ist die Geschlechtsreife abgeschlossen, viele Möglichkeiten ergeben sich. Man wird bald oder ist volljährig im gesetzlichen Sinne. Im Alter von 18 Jahren steht man mit dem Alterspunkt am IC des kardinalen Kreuzes, da strömen die Anforderungen für so einen Menschen nur so herein. Die Anforderungen der Umwelt sind groß, und ebenso die Möglichkeit durch eigene Leistungen hervorzutreten, sei es in der Schule oder in einem anderen persönlichen Bereich. Der Drang aus festen Strukturen auszubrechen wird stärker, sowie der Hang zur Eigenverantwortung und Selbstständigkeit.

Mit dem absteigenden Trigon fallen solche kommenden Schritte zunehmend leichter. Man hat nun doch bereits einige wichtige Lebenserfahrungen hinter sich gebracht, hat mehr Stabilität und Optimismus in sich ( Jupiter – Aspekt ). Man hat eine gewisse Ausgangsbasis, auf welcher man sich ein wenig ausruhen kann, um später beim absteigenden Quadrat so richtig zur Tat zu schreiten. In der Liebe hat man sicher schon die eine oder andere Erfahrung gemacht, was den Eigenwert stärkt und allmählich den inneren Ablöseprozess vom Elternhaus mit sich bringt. Man möchte auf eigenen, unabhängigen Füßen stehen, sich selbst etwas schaffen, Beziehungen eingehen, beruflich eine gesicherte Laufbahn angehen. Der Körper befindet sich in einer Hochphase der Vitalität, daher ist man auch in der Lage vielen Dingen zugleich gerecht zu werden. Nicht selten lotet man in dieser Zeit die Grenzen der eigenen Lebenskräfte aus, macht die Nacht zum Tage, um nichts wichtiges zu versäumen. Saturn setzt spätestens hier seine Grenzen der Belastbarkeit, so dass man letztlich doch immer wieder für Erholung und notwenige Regeneration der Körperlichkeit sorgt, dem Job zu Liebe eine Stunde früher ins Bett geht. Mit dem Alterspunkt im fünften Haus lässt sich diese Phase gut untermauern, Das Quadrat Uranus – Uranus im Transit mit 21 Jahren hat Saturn bereits ein erstes Mal nachhaltig in Frage gestellt, somit auch den Mut zum Experiment hervorgebracht. Eine Zeit des Wettbewerbs und auch der Rivalität, der Ideen und der Aktivität bringt Saturn auf seiner Reise um den Tierkreis einen bedeutenden Schritt weiter.

Mit dem Sextil kommt Saturn allmählich seine Ausgangspunkt im Alter von 25 bis 27 Jahren näher. Man hat eine Richtung eingeschlagen und kann unter dem Einfluss dieses Aspekts Strukturen und Sicherheit schaffen. Ebenso nähert man sich zunehmend dem Höhepunkt der eigenen Schaffenskraft und Mentalität. Diese Phase endet erst allmählich im zweiten Zyklus von Saturn zwischen aufsteigendem Quadrat und Quincunx, also ca. zwischen dem 38. und 42. Lebensjahr. In diese Zeit fällt auch die Opposition von Uranus zu Uranus im Transit. Beim Halbsextil von Saturn im Zyklus mag es Verbesserungen und Feinschliffe geben, ebenso sind durch diesen Merkur – Aspekt Weiterbildung und ebenso berufliche Veränderungen möglich.

Bei der Konjunktion im Alter zwischen 28 und 30 Lebensjahren ist der erste Zyklus, der „Probelauf“ vorüber. Man hat alle Zeichen und Häuser durchlaufen, ebenso 132 Transitaspekte von Saturn erlebt. Damit hat man die erste Reife erlangt und kann dieses Wissen auf die zweite Runde anwenden. Bei der zweiten Opposition findet man mit dem Alterspunkt auch den Eintritt in das achte Haus, ebenso die oben bereits erwähnte Opposition von Uranus im Transit zu Uranus im Radix. Diese Phase wird gerne als die Krise der Lebensmitte beschrieben. Spätestens hier solle Saturn lernen, sich Gedanken um die ihm übergeordneten Planeten Uranus, Neptun und Pluto zu machen. Hier erkennt er die Vergänglichkeit des eigenen Körpers. Man ist noch nicht alt, aber auch nicht mehr jung, der Körper macht nicht mehr so mit, wie man es 40 Jahre lang gewohnt war. Aber dafür breitet sich eine innere Blüte aus, welche man pflegen und ziehen kann, etwas, das weit über jede Körperlichkeit hinausgeht. Ein Mensch kann in unserer heutigen Zeit durchaus drei Saturn Zyklen durchleben, Auf der physischen Ebene ist es der erste prägende Zyklus, Auf der mentalen Ebene ist es der mentale Geist der Sonne im zweiten Zyklus, auf der emotionalen ebene bildet den dritten Zyklus der Mond, so nach dem Motto: „Werdet wie die Kinder“. Saturn soll und muss sich den höheren und verborgenen Dimensionen des Lebens widmen, dort findet er echte Sicherheit, Sättigung und zuletzt auch das Wissen um die Ursache aller Gegebenheiten.

Allerdings hat die Transzendenz wiederum ihre eigenen Gesetze und Saturn ist diesen untergeordnet. Der Geist ist Urheber jeglicher Materie und Erscheinung, und so ein Lernprozess geht lange, ganz gemächlich dem Prinzip von Saturn. Was für den Menschen das Jahr ist, ist für Gott ein Tag. Saturn kann sich erheben und erkennen, das selbst ein Leben nur ein Teil einer großen Reise ist! Sobald er angekommen ist, erkennt er, dass er schon immer da war, es nur nicht bemerkt hat. Durch seine Transite durch die Häuser zeigt er sofort an, wo er steht und was er macht, da er gleich einer Lupe die Befindlichkeit eines Hauses untersucht, um aufzuzeigen, wo man ansetzen soll. Saturn ist kein Übeltäter, sondern eine lebenswichtige und schützende Institution. Die Welt ist polar, daher versucht sich Saturn immer solchen Einflüssen zu widersetzen, welche der eigenen Befindlichkeit hinderlich sind.

Alles liebe!

Arnold
Thema Autor Datum/Zeit
Saturn und seine Transite. Arnold 25. August 2016 23:19



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