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"Komet ISON übersteht Höllenritt" Jetzt wissen wir mehr...
30. November 2013 00:30
MAX-PLANCK-GESELLSCHAFT, Astronomie





Komet ISON übersteht Höllenritt

Die ungewöhnliche Form des Schweifs erlaubt Rückschlüsse auf den Vorbeiflug an der Sonne

29. November 2013

Der Komet ISON hatte gestern Abend zum Zeitpunkt seiner größten Sonnenannäherung noch einen aktiven Kern, der Gas und Staub spuckte. Zu dieser Einschätzung kommen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau. Sie analysieren derzeit aktuelle Bilder des Instruments Lasco, das an Bord des Sonnenobservatoriums Soho einen einzigartigen Blick auf den Schweifstern genießt. Ob der Kern noch immer existiert und ob er bei seinem feurigen Höllenritt um das Tagesgestirn zum Teil zerbrochen ist, lässt sich den Auswertungen nicht entnehmen.

Gegen 20.30 Uhr am gestrigen Abend tauchte der Schweif von ISON nach seiner Sonnenpassage wieder im Gesichtsfeld des Instruments Lasco auf. Zu diesem Zeitpunkt war aber unklar, ob sich an der Spitze des Schweifs noch ein Kometenkern verbirgt oder nicht. Neue Aufnahmen vom heutigen Vormittag lassen nun weitergehende Schlüsse zu.

„Der Staubschweif des Kometen zeigt sich nun zweigeteilt“, beschreibt Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung die jüngsten Bilder. Der Teil des Schweifs, der in Richtung Sonne zeigt, besteht laut Böhnhardt aus Staubteilchen, die deutlich vor der Perihelpassage – also vor dem Erreichen des sonnennächsten Bahnpunkts – freigesetzt wurden.

Der andere Teil dagegen enthält offenbar jüngeres Material: Es wurde während des Vorbeiflugs emittiert und deutet darauf hin, dass zu diesem Zeitpunkt zumindest noch ein Teil des Kerns existierte und aktiv war.

Die Max-Planck-Forscher stützen ihre Einschätzung auf Computersimulationen, in denen sie die Form des Staubschweifs modellieren. „Wenn wir in unseren Rechnungen annehmen, dass der Komet im Perihel noch Staub emittiert hat, können wir die aktuellen Aufnahmen gut reproduzieren“, sagt Böhnhardt.

Erst die Lasco-Bilder vom morgigen Samstag werden eine Analyse zulassen, ob ein Kern existiert. Denn der Staub, den ISON eventuell heute freisetzt, braucht einige Stunden, um in die sichtbare Schweifregion zu wandern und sich damit nachweisen zu lassen. Ob der Kometenkern im Perihel noch intakt war oder seinen Weg als kleines Bruchstück oder als Ensemble von Fragmenten fortsetzte, steht noch nicht fest.

Das Instrument Sumer an Bord des Satelliten Soho, das unter Leitung des Lindauer Max-Planck-Instituts entwickelt und gebaut wurde, beobachtete gestern Abend ISON in der Stunde seiner direkten Sonnenannäherung. Das Instrument spaltet das Licht, das der Himmelskörper ins All sendet, in seine einzelnen Bestandteile auf. Daraus können Forscher auf Elemente und Moleküle in der Staubwolke des Kometen schließen.

„Unsere Messungen zeigen ein klares Signal des Kometen während des Sonnenvorbeiflugs“, sagt Max-Planck-Wissenschaftler Werner Curdt. Genaue Ergebnisse der Messungen lägen jedoch noch nicht vor.

BK / HOR




ISON stellt Staubproduktion ein

Auf aktuellen Bildern wird der Schweifstern zunehmend lichtschwächer

30. November 2013

Der Komet ISON hatte am Donnerstagabend zum Zeitpunkt seiner größten Sonnenannäherung noch einen aktiven Kern, der Gas und Staub spuckte. Etwa zwei Stunden nach der Perihelpassage fanden sich jedoch keine Anzeichen mehr für eine Produktion. Zu dieser Einschätzung kommen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau am heutigen Samstag. Sie analysierten Bilder des Instruments Lasco, das an Bord des Sonnenobservatoriums Soho einen einzigartigen Blick auf den Schweifstern genießt. Auf aktuellen Aufnahmen nimmt die Helligkeit des offenbar inaktiven Kometen allmählich ab. Eine große Kometenshow wird es mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr geben.




SOHO



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Thema Autor Datum/Zeit
"Komet ISON übersteht Höllenritt" Jetzt wissen wir mehr... Jpeg Attachments Medusa 30. November 2013 00:30
Zeitplan für Post-Perihelion Beobachtungen Medusa 30. November 2013 08:08
Re: Zeitplan für Post-Perihelion Beobachtungen christopHorus 30. November 2013 10:27
Erde ► 50° 17′ N , 9° 7′ O Jpeg Attachments Medusa 30. November 2013 11:08
Ison stark lädiert... Jpeg Attachments Medusa 30. November 2013 19:52
Adieu ISON! DANKE! Jpeg Attachments Medusa 03. Dezember 2013 20:12
Neues von Ison Richard Vetter 12. Dezember 2013 15:39



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