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Zwölf-Zahl/Sieben-Zahl | Raum/Zeit | Gut/Böse im Tierkreis
08. Mai 2014 22:33
Noch in der 3. nachatlantischen Kulturperiode gab es oft solche Zwischenzustände zwischen Schlafen und Wachen, wo die Seelen hineinschauten in die Sternenwelt und nicht bloß physische Sterne sahen wie jetzt, sondern wo die geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien, die Lenker und Leiter des Sterngeschickes und der Sternbewegung von ihnen wahrgenommen wurden. Und was da als alte Sternkarten vorhanden war aus uralten Zeiten, wo noch allerlei Gruppenseelenhaftigkeit gezeichnet wird, was tierähnlich aussah und doch nicht Tier ist, das ist nicht der Phantasie entsprungen, sondern das ist geistig geschaut.

Der Mensch hat auch heute noch in den Untergründen seines Wesens Beziehungen zu den Raumdifferenzierungen, die draußen sind und in die er eingespannt ist. Der Mensch hat solche Beziehungen durch seinen astralischen Leib. Dieser stellt diese Beziehungen her. Das kann nur dadurch sein, daß der Mensch durch seinen astralischen Leib in eine astralische Welt, also in eine Welt, die zwar in den Raum hinein wirkt, die aber selbst nicht räumlich ist, hineingestellt ist. Wir fassen dasjenige, was hier als Tierkreis aufgezeichnet ist, dann richtig auf, wenn wir es als Repräsentation der äußeren astralischen Welt auffassen.

Schon als die Erde verkörpert war im alten Saturn, wirkten diejenigen Kräfte, die aus diesen 12 Richtungen herkommen, auf diesen alten Saturn ein; sie wirkten wiederum ein während der alten Sonnenzeit, während der alten Mondenzeit und werden weiter wirken. Sie sind also gewissermaßen ein Dauerndes und sind über dasjenige weit erhaben, was innerhalb unseres Erdenwerdens entsteht und vergeht. Während dasjenige, was da vorgeht, entsteht und vergeht, hat das vom Tierkreis Bedingte die Planetengeschehnisse überdauert, also überdauert die Verhältnisse auf dem alten Saturn, auf der alten Sonne, auf dem alten Mond. Es ist auch dasjenige, was durch die Grundpunkte des Tierkreises symbolisiert wird, erhaben über dasjenige, was sich auf unserer Erde abspielt als der Gegensatz von Gut und Böse. Wenn man in das astralische Gebiet eindringt, hat man es zu tun mit einer Welt der Verwandlung, wie das, was von einem Gesichtspunkt aus als ein Gutes wirken kann, von dem anderen als böse erscheinen kann. Diese Unterschiede zwischen Gut und Böse, sie haben ihre Bedeutung innerhalb des Werdens. Und für diese Bedeutung ist die Siebenzahl ein orientierender Leitfaden. Dasjenige, was an Göttern symbolisiert wird in den zwölf Raumpunkten, in den zwölf Dauerpunkten, das ist erhaben über Gut und Böse. Da draußen haben wir gleichsam die Symbole für jene göttlich-geistigen Wesenheiten zu suchen, die, wenn sie an sich betrachtet werden, ohne daß sie hereingreifen in unsere irdische Sphäre, erhaben sind über die Unterschiede von Gut und Böse.

Nun aber beginnt sich einmal in der Zeit zu regen dasjenige, das zu unserer Erde wird. Das kann nur dadurch geschehen, daß gleichsam eine Zweiteilung innerhalb dieser Dauergöttlichkeiten eintritt und dasjenige, was vorgeht, in ein verschiedenes Verhältnis tritt zu diesen Dauergöttern, daß sie diese in zwei Sphären gliedern, in eine Sphäre des Guten und in eine Sphäre des Bösen. An sich ist weder das eine noch das andere gut oder böse, aber indem es wirkt auf die Erde in ihrem Werden, wirkt es einmal als gut, einmal als böse, so daß also alles dasjenige, was an dem einen teilnimmt, als die Sphäre des Guten, und was am anderen teilnimmt, als die Sphäre des Bösen bezeichnet werden darf. Nur liegt die Vorstellung zugrunde, daß dasjenige, was nur ein wenig teilnimmt an der Sphäre des Guten, auch gut genannt werden muß. Sobald dasjenige, was in der geistigen Welt Dauer hat, was mit der Zeit nichts zu tun hat, sobald das in die Zeit eingreift, gliedert es sich in ein Gutes und in ein Böses. Für das Gute bleiben von den 12 Dauerpunkten übrig die 5 rein in der Sphäre des Guten befindlichen und die zwei an der Grenze; das sind 7. Daher sprechen wir von demjenigen, was als Sieben übrig bleibt von den Zwölf. Wenn wir das Gute, das Vortreffliche, das Führende in der Zeit suchen wollen, müssen wir sprechen von 7 Weisen, von 7 Rishis; und dem entspricht dann auch die Wirklichkeit. Daher auch die. Vorstellung, daß der lichten Welt, der oberen Welt 7 Zeichen des Tierkreises angehören; daß die unteren 5, vom Skorpion angefangen, der finsteren Welt angehören.

Und fortwährend «regnen» die Kräfte aus dem Tierkreis in das planetarische Dasein hinunter, und fortwährend steigen sie wieder auf; denn das, was selbst einstmals Tierkreis werden soll von uns, muß ja nach und nach wiederum hinaufsteigen. Wir dürfen daher sagen, daß in unserer Erde die Kräfteverteilung so ist, daß auf der einen Seite herabsteigende Kräfte sind, auf der anderen hinaufsteigende Kräfte vom und zum Tierkreis sind. Das ist das geheimnisvolle Zusammenwirken des Tierkreises mit unserer Erde. Kräfte steigen herab, Kräfte steigen hinauf. Das sind die Stufen der geheimnisvollen «Himmelsleiter», auf welcher Kräfte herunter- und hinaufsteigen. Wenn Sie sich also den ganzen Tierkreis denken, so haben Sie sich vorzustellen, daß aus diesem Tierkreis ein Teil von Kräften absteigt, ein Teil von Kräften aufsteigt. Diejenigen Kräfte, die heute in aufsteigender Entwickelung begriffen sind, fassen wir zusammen, weil sie diesen Sternbildern auch angehören, unter den Sternbildern Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage. Das sind die 7 Sternbilder, die den aufsteigenden Kräften entsprechen. Fünf Sternbilder etwa entsprechen den absteigenden Kräften: Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Diejenigen Kräfte, die aufsteigen, entsprechen auch im Menschen den höheren Gliedern seiner Wesenheit, den höheren, edleren Eigenschaften. Diejenigen Kräfte, die in absteigender Entwickelung sind, müssen erst durch den Menschen durchgehen, müssen erst im Menschen jene Stufe sich erringen, durch die auch sie aufsteigende Kräfte werden können.


So Rudolf Steiner.


Beste Grüße
Mythopoet
Thema Autor Datum/Zeit
Zwölf-Zahl/Sieben-Zahl | Raum/Zeit | Gut/Böse im Tierkreis Mythopoet 08. Mai 2014 22:33
Anthroposophische Astrologie Richard Vetter 08. Mai 2014 23:27
Re: Anthroposophische Astrologie Mythopoet 08. Mai 2014 23:51
Re: Anthroposophische Astrologie Richard Vetter 09. Mai 2014 14:28



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