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Re: Das Haupt der Medusa
06. Februar 2014 20:54
Zitat

Medusenhaupt

Es gibt ein Organ am Menschen, wo das stattfindet, auch ohne daß er Hellseher ist, daß sich der Ätherteil frei bewegt, während der entsprechende physische Teil festgehalten wird: das ist das Gehirn, jenes Organ, wo die Weltordnung die feste Schale um die Gehirnlappen gefügt hat. Bewegen wollen sie sich schon, aber sie können nicht. Daher ist beim gewöhnlichen Menschen in bezug auf das Gehirn immer das vorhanden, was beim Hellseher vorhanden ist, wenn er zum Beispiel die physischen Hände festhält und nur die Ätherhände bewegt. Für den Hellseher ist das Gehirn etwas, was wie schlangenartig züngelnd aus dem Kopfe sich heraushebt. Jeder Kopf ist nämlich ein Medusenhaupt. Das ist etwas sehr Reales.

Für die geistige Anschauung ist der Menschenkopf nach oben offen. Denn dasjenige, was gar nicht dem Geisterland angehört vom Menschen das ist die Knochenmasse. Die Schädeldecke ist für die geistige Betrachtung nicht da. Nur dasjenige, was darüber ist als Haut, das erscheint der geistigen Betrachtung noch etwas. Da sind dann die Haare darauf, dagegen sind vorhanden lauter «Geisthaare», das heißt Strahlen, die da in den Menschen eindringen, die nur etwas gehindert werden, abgehalten werden durch die physische Haut. Aber da, wo Knochen ist im Menschen, da kann der äußere Geist am leichtesten eindringen. Und er dringt strahlenförmig ein. Sie sehen da, wo die Knochenwölbung oben ist, geistig nichts vom physischen Menschen, dagegen ganz strahlig, sonnig strahlig ziehen da die geistigen Welten in ihn ein. Der Mensch hat eigentlich in bezug auf das Geistige von sich aus eine ganz leere hohle Kugel da oben sitzen. Und alles Geistige muß in den Kopf hineinkommen von außen. Das ist nicht so mit den anderen Gliedern des Menschen.

In einer schwindsüchtigen Lunge strebt das Atmen dahin, denkend zu werden. Im Kopfe ist das Atmen nämlich metamorphosiert, und alle Funktionen des Denkens bis eben zum Verarbeiten der Wahrnehmungen sind nichts anderes als ein nach oben, also nach der Weiterentwickelung gestaltetes Atmen. Der Kopf ist ein vorgeschrittenes, ein über das Lungenmaß hinausgeschrittenes Atmungsorgan, das nur das Atmen zurückhält und an die Stelle der Luftaufnahme durch das Atmen die Aufnahme der ätherischen Kräfte durch die Sinne stellt. Das Sinneswahrnehmen ist nichts anderes als ein verfeinerter, das heißt ein ins Ätherische hinein getriebener Atmungsprozeß.

Als wir noch Mondmenschen waren, da hatten wir noch keine feste Gehirnschale; da konnten sich die Organe, die jetzt im Gehirn zusammengefaltet sind, bewegen wie Hände. Dafür konnte der Mensch auf dem Monde noch nicht so denken wie auf der Erde. Aber für denjenigen, der hellsichtig das Denken prüft, ist es klar, daß sich da die im schlafenden Gehirn befindlichen Organe tatsächlich beim wachenden Menschen flügelartig bewegen. Das ist also vom Übergang des Mondenzustandes zum Erdenzustand wirklich geschehen, daß hier gleichsam Hände gebändigt worden sind und jetzt noch festgehalten werden durch die feste Gehirnschale, und daß dadurch das Ätherische und Astralische frei ist.

Wenn man die Hand bewegt, so bewegen sich die physische Hand und das, was als Ätherleib der Hand zugrunde liegt, in gleicher Weise. Wenn aber eine gewisse Ausbildung im Hellsehertum erlangt ist, so ist es möglich, daß der Hellseher die physische Hand festhalten kann und nur die Ätherhand in Bewegung bringt. Das ist eine besonders wichtige Übung: bewegliche Teile festhalten und nur die Ätherteile bewegen. Dadurch, daß dies erlangt wird, wird immer mehr und mehr das fortschreitende Hellsehertum der Zukunft sogar entwickelt, während alles Nachgeben den Bewegungen, die sich sozusagen unbewußt, von selber machen, ein Wiederaufleben des Derwischtumes ist, das heute schon überwunden ist. Ruhen des physischen Leibes ist das Charakteristikon des heutigen Hellsehertums. Nun gibt es aber ein Organ am Menschen, wo das schon stattfindet, auch ohne daß er Hellseher ist, daß sich der Ätherleib frei bewegt, während der physische Teil festgehalten wird: das ist das Gehirn, jenes Organ, wo die Weltordnung die feste Schale um die Gehirnlappen gefügt hat. Bewegen wollen sie sich schon, aber sie können nicht. Für den Hellseher ist das Gehirn etwas, was wie schlangenartig züngelnd aus dem Kopfe sich heraushebt. Jeder Kopf ist nämlich ein Medusenhaupt. Das ist etwas sehr Reales.

Rudolf Steiner
Thema Autor Datum/Zeit
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Re: Das Haupt der Medusa Mythopoet 06. Februar 2014 20:54



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