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1 - Melanchthon und die SterneAnläßlich des sich 1997 zum 500. Male jährenden Geburtstages Philipp Melanchthons soll neben den zahlreichen offiziellen Feierlichkeiten und Aktivitäten in Wittenberg im Rahmen einer Sonderausstellung der Versuch gemacht werden, den Blick über Melanchthons theologische und humanistische Verdienste hinweg vor allem auf seine Bedeutung für die damalige Wissenschaft, vornehmlich auf sein starkes Interesse an Astrologie und Astronomie, zu richten. Es steht außer Frage, daß zur Mitte des 16. Jahrhunderts die Kunde der Sterne einen enormen Einfluß auf die Menschen hatte. Astrologische Berechnungen, Ratschläge und Symbole waren allgemein präsent und wirkten sich in allen Bevölkerungsschichten, vom Bauern bis zum König, aus. Vom einfachen Hauskalender bis zu komplexen, mathematischen Berechnungen gab die Astrologie Rat und wirkte tief in das gesellschaftliche, politische und religiöse Leben hinein. In einer Zeit des Umbruches, in der Melanchthon lebte und wirkte, hatte die Astrologie aber auch eine unsichere Stellung. Im Spannungsverhältnis von Scholastik und Humanismus, Papsttum und Reformation, Religion und Aberglaube mußte sie für unterschiedlichste, oft auch unseriöse Interessen herhalten. Von einfacher Volksunterhaltung über propagandistische Hetze bis hin zu gewissenhafter, wissenschaftlicher Arbeit reichte ihr Wirkumsspektrum, das in zunehmendem Maße Anhänger und Gegner spaltete. Auch Melanchthon vollzog eine diffizile Gratwanderung: Einerseits war er der religiösen Erkenntnis verpflichtet, andererseits - oder gerade deswegen - diente er der Wissenschaft. Mit dem Hintergrund des wiederentdeckten antiken Wissens faszinierte ihn der alte astrologische Mythos, bahnte er zugleich der astronomischen Forschung den Weg. |
2 - Grundgedanken der Ausstellung
Diese causae korrespondieren mit den vier Quadranten eines Geburtshoroskops. Der erste Quadrant entspricht körperlichen Erscheinungen, materiellen Ressourcen und der Ausdrucksfähigkeit des Individuums. Der zweite Quadrant zeigt das Emotionale, künstlerisch-schöpferische Fähigkeiten und die Aussteuerung gegenüber der Umwelt. Geistige Öffnung gegenüber dem Ich und Bindung an das Du sowie das philosophisch-religiöse Moment finden sich in dritten Viertel des Kreises. Quadrant IV bündelt Folgerungen aus den vorhergehenden Quadranten, ist das Erwirkte und die Bedeutung, weist somit in die Zukunft. In der Ausstellung soll den verschiedenen causae oder Quadranten inhaltlich und räumlich die divergierenden Aspekte und Persönlichkeiten des Grundthemas zugewiesen werden. Raum I zeigt Sternenglaube und -wissenschaft im 16. Jahrhundert (Melanchthon), Raum II ihre damaligen künstlerischen Ausdrucksformen (Dürer), Raum III die historischen Reibungs- und Berührungspunkte zu Glaube und Religion (Luther). Die verschiedenen Teilbereiche werden durch einen historischen Leitfaden zusammengehalten und führen zu Punkt IV, der als Quintessenz Melanchthons Einfluß und Wirkung auf Astrologen und Astronomen späterer Zeiten darstellt. |
3 - Ausstellungsdokumentation, inhaltliche StrukturQuadrant I
Quadrant II
Quadrant III
Quadrant IV
Im ersten Abschnitt der Ausstellung soll ein kurzer Abriß über den Stand der Sternenwissenschaft der frühen Neuzeit gegeben werden. Ausgehend von dem neuen, revolutionären Weltbild des Nikolaus Kopernikus, zu dessen heliozentrischer Sichtweise sich u.a. Luther in seinen Tischreden äußert, werden Gemeinsamkeiten und Spannungen zwischen der Astrologie und Astronomie jener Zeit dokumentiert. Melanchthons verfolgte einerseits mit Interesse die neuen astronomischen Entwicklungen, erstellte andererseits aber selbst Horoskope, nach denen er sein Leben ausrichtet und die er mit Astrologen diskutierte. Im nächsten, dem zweiten Abschnitt wird ein kurzer Überblick über die künstlerische Deutung und Bedeutung der Astrologie im 16. Jahrhundert gegeben. Speziell an Beispielen aus dem Werk Dürers werden verschiedene Interpretationsmöglichkeiten eines Werkes (astrologisch und/oder christlich) angeboten. Der dritte Abschnitt lenkt den Blick des Besuchers auf Luthers Stellung zur Astrologie und seinen Standpunkt und seine vielgestaltige Darstellung in diesem Zusammenhang. So erscheint er in der astrologischen Weissagung Lichtenbergers als Mönch mit Teufel, in der religiösen und politischen Propaganda als Antichrist, als neuer Christus, oder als Hercules. In diesem Zusammenhang steht auch der Streit über Luthers Geburtszeit und die daraus folgenden verschiedenen zu ihm erstellten Horoskope. Im vierten Abschnitt wird die Wirkungsgeschichte der astronomisch-astrologischen Ideen Melanchthons dokumentiert, sein Einfluß auf Zeigenossen und Schüler. Auch nach seinem Tode wurde seine Idee einer an christlicher Moral ausgerichteten Astrologie und -nomie aufgenommen. Daß es hierbei auch grundsätzlich um den Versuch geht, der sich damals entwickelnden Naturwissenschaft eine ethisch-moralische Orientierung zu geben, macht den Wissenschaftsphilosophen Philipp Melanchthon auch für die heutige Zeit so interessant. Der sich durch die historische Gebäudestruktur des ehemaligen Augustinerklosters anbietende Kryptabereich (über eine Wendeltreppe im hinteren Teil der Kreuzgangs zu erreichen) liegt unter dem ganzen Ausstellungskomplex. Das dort präsentierte Diorama eines alten heidnischen, d.h. vorchristlichen Tempels für den Sonnengott Mitras zeigt, eingebettet in eine moderne Installation aus Klangelementen und visuellen Darstellungen, die kulturhistorische Entwicklungsgeschichte. |
4 - Fachliche Begleitung, PublikationenFür die fachliche Begleitung des Ausstellungsprojekts danke ich Herrn Dr. Martin Treu, Direktor des Reformationsgeschichtlichen Museums Wittenberg, sowie Frau Edeltraut Wießner und Frau Karin Lubitzsch. Als Ausstellungskurator konnte ich für die Herausgabe des Kataloges Melanchthons Astrologie - Der Weg der Sternenwissenschaft zur Zeit von Humanismus und Reformation, Drei-Kastanien-Verlag, Lutherstadt Wittenberg 28 nahmhafte Historiker, Theologen, Astronomen und Astrologen für wissenschaftliche Beiträge gewinnen. Und all jenen, die lieber einen romanartigen Erzählstil bevorzugen, sein mein Ende des Jahres 1997 erscheinendes Buch Astrologie der Reformationszeit, Clemens-Zerling-Verlag, Berlin empfohlen. |
5 - DanksagungenJedem Anfang liegt ein Zauber inne. Dieses geflügelte Wort des Astrologiefreundes Goethes, der in Dichtung und Wahrheit den eigenen Lebenslauf mit der Schilderung seines Geburtshoroskopes beginnt, trifft auch auf dieses Ausstellungsprojekt zu. Da war zuerst einmal vor drei Jahren die große Offenheit der Historikerin Edeltraud Wießner, damals noch Direktorin des Melanchthonhauses Wittenberg, die mir auch nach ihrer Pensionierung mit vielen hilfreichen Informationen bei der Planung und Realisierung von Ausstellung und Katalog, der Suche nach Exponaten und vielem mehr zur Seite stand. Die ersten Hinweise für ein gründliches Quellenstudium kamen in dieser Anfangsphase aus dem Brettener Melanchthonhaus von Kustos Dr. Stefan Rhein, von ihm erhielt ich auch den wichtigen Antiquariatsankauf eines 450 Jahre alten Sacrobosco mit Vorwort Melanchthons. Für den Kauf selbst konnte ich hier in Berlin eine großzügige Spenderin finden, die anonym bleiben möchte. Sehr viel Mut machte mir im Anfangsstadium des Projekts auch der Berliner Historiker Prof. Dietrich Kurze. Es war nicht nur sein großes Wissen um Melanchthon, Luther und die Lichterberger-Prognostika, sondern auch der Respekt, den er als der akademische Experte mir als engagiertem Laien entgegenbrachte. Nach der Integration des Melanchthonhauses in das Reformationsgeschichtliche Museum Lutherhalle Wittenberg wurde das Projekt von Dr. Martin Treu die Fittiche genommen, bekam den rechtlichen Rahmen und die Sicherheit eines Werkvertrages. Ich habe ihn in all den Jahren der Vorbereitungen seine Weitsicht schätzen gelernt. Mit ihm können auch unkonventionelle Ideen verwirklicht werden. Und letztlich konnte ich dann in der heißen Phase der professionellen Umsetzung alle Ideen in eine Ausstellungskozeption auch auf die Erfahrung und das ästhetischen Gefühl der Papierrestauratorin Karin Lubitzsch sowie die Organisations- und Kommunikationskraft von Frau Ilona Kunze bauen. Mein Dank gilt natürlich auch all jenen, die unter Verzicht auf Honorar Artikel für den Ausstellungskatalog geschrieben und zugleich auch durch Abbildungen oder wertvolle Hinweise zum Gelingen des Projektes beigetragen haben: Wittenbergs Stadthistoriker Heinrich Kühne, Soziologe und Astrologie-Kritiker Edgar Wunder, Dr. Günter Oestmann an der Hamburger Universität, der Mathematiker Rüdiger Plantiko in Nussloch, Potsdams Astronom Arnold Zenkert, Rostocks Ehrenbürgen und Astronomie-Didaktiker Prof. Manfred Schukowski, Astrologe Bernd A. Mertz in Gedenken, Ingolstadts Apian-Ausstellungsmacher Dr. Karl Röttel, Bildhauerin Almut Heer in Hamburg und Melanchthonbüsten-Kenner Otto Kammer, Barockmusik-Expertin Dr. Ingeborg Stein in Bad Köstritz, Kirchenhistoriker Prof. Reinhart Staats an der Kieler Universität, Renaissance-Kennerin Prof. Paolo Zambelli am philosophischen Institut der Universität Florenz, Theologe und Astrologe Felix Straubinger in Basel, Krzysztof Pomian am Pariser Centre de Recherches Historiques, Niederaltaichs Benediktinerpater Dr. Gerhard Voss, Dipl. Päd. und Astrologe Christoph Schubert-Weller in Bad Boll, Theologe und Jungscher Analytiker Dr. Helmut Hark in Karlsruhe, Prof. Irmgard Höß in Nürnberg, Dr. phil. habil. Günther Mahal in Knittlingen, Dr. Gabriele Spitzer und an der Staatsbibliothek Berlin Unter den Linden, Prof. R. Hansen am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, Dr. Friederike Bookmann an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, Olivia Barclay Q.H.P. in London und Dr. Ralf T. Schmitt vom Institut für Mineralogie am Berliner Museum für Naturkunde. Ferner möchte ich mich für die Unterstützung des Projekts recht herzlich bedanken bei: Chefredakteur Armando Bertozzi bei Astrologie Heute in Zürich, Pastor i. R. Siegfried Böhringer, Herbert Böss von der Kosmobiologischen Akademie Aalen, Astrologe Tony Bonin in Bad Wörishofen, Dr. Bursche und Frau Dr. Mundt am Kunstgewerbemuseum Berlin, Astrologe Nicholas Campion von der Zeitschrift Culture and Cosmos im britischen Bristol, Planetenton-Forscher Hans Cousto in Berlin, Dipl. Psych. Ingo Dammer in Köln, Sally Davis im Sekretariat der Astrologers Association of Great Britain in London, Astrologe Wolfgang Döbereiner in München, Heilpraktiker und Astrologe Dr. Baldur Ebertin in Bad Wildbach, Theologe Dr. Günther Frank in Erfurt, Thomas Fräsdorf von der Elbe Druckerei Wittenberg, D. J. Hall an der Cambridge University Library, Lisa Harris von der National Gallery in London, Steffen Hoffmann an der Universitätsbibliothek Leipzig, Chefredakteur Markus Jehle von Meridian in Freiburg i. Br., Thomas J. Klamm von astrologix.de in Hamburg, Claudia Kligmann am Museum der Bildenden Künste Leipzig, Prof. Dr. Eberhard Knobloch am Institut für Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin, Dr. Hans-Theodor Koch in Merseburg, Astronom Rolf König am Bruno-Bürgel-Planetarium in Potsdam, Astrologe und Altphilologe Lars Steen Larsen in Kopenhagen, Prof. Lelgemann am Institut für Geodäsie der Technischen Universität Berlin, Herrn Ignaz Lins in Münster, Prof. Dr. Dieter Lohmeier an Schlewig-Holsteins Landesbibliothek in Kiel, Elisabeth Lundin vom Tycho-Brahe-Projekt im schwedischen Landskrona, Archivarin Dr. Dorothea McEwan am Warburg Institut der Universität London, Frank Meyer-Fembach in Berlin, Chefredakteurin Grazia Mirti bei Linguaggio Astrale in Turin, Dr. Ulrich Montag an der Bayerischen Staatsbibliothek, Unternehmensberater Peter Müller in Paris, Prof. Dr. Wolf-Dieter Müller-Jahncke in Heidelberg, Dr. Mark Nicholls an der Universitätsbibliothek Cambridge, Gunnel Olsson bei der Landskrona Kulturförvaltning, Archivar Adam Perkins am Royal Greenwich Observatory, Dr. Platen an der Kustodie der Universität Jena, Dr. Rohrlach an der Berliner Stadtbibliothek, Bibliothekar W.F. Ryan am Warburg Institut der Universität London, Heilpraktiker und Astrologe Thomas Schäfer M.A. (phil.) in Eppenheim, Dipl.-Hist. Joachim Schardin am Staatlichen Mathematisch-Physikalischen Salon Dresden, Dr. Erich Schleier an der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, Herrn Schmidt von der Puppentheatersammlung Radebeul der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Dr. Bernhard Schnackenburg an der Gemäldegalerie Alte Meister in Kassel, Pastor Matthias Schollmeyer in Bülzig bei Wittenberg, Dr. Ralf-Torsten Speler an der Kustodie der Martin-Luther-Universität Halle, Bibliothekarin Erika Schulz an der Bibliothek des Evangelischen Predigerseminars Wittenberg, Herrn Thieme von der Wilhelm-Weber-Gesellschaft in Wittenberg, Walter Thüringer an der Melanchthon-Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Astrologe Gilbert Tj¢rnum in Kopenhagen, Dr. Alois Treindl von Astrodienst AG Zürich, Stephan Utpatel am Geheimen Staatsarchiv in Berlin, Peter Venus von der Werbe- und Projektagentur Venus & Klein in Berlin, Dipl. Psych Richard Vetter in Berlin, Astrologe Alexander von Vietinghoff in Berlin, Bibliothekarin Iruta Völlger an der Francisceumsbibliothek Zerbst, Dr. Vorsteher am Deutschen Historischen Museum Berlin, Herr Helmut Werner am Württembergischen Landesmuseum Stuttgart, Prof. Dr. W. Wildgen am Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Bremen, Prof. Alex Wittendorff am Historischen Institut der Kopenhagener Universität, Bibliothekarin Petra Wittig am Reformationsgeschichtlichen Museum Lutherhalle Wittenberg, Cornelia Wolf an der Handschriftenabteilung des Staatsbibliothek Berlin Unter den Linden, Clemens Zerling in Berlin, last not least Prof. Helmut Ohloff sowie vielen anderen, die hier namentlich nicht aufgeführt worden sind. Möge ihnen durch die Ausstellung und den begleitenden Katalog gezeigt werden, daß sich die Mühen der letzten drei Jahre gelohnt haben, mögen sich alle Ausstellungsbesucher und Kalatogleser von den Sternenwissenschaften der Reformationszeit bezaubern lassen! |
6 - Überregionale Perspektiven ab 1998Nach einer Dauer von 3 Monaten in Wittenberg sollte die Sonderausstellung auch für andere Häuser zur Verfügung stehen. Konkret geplant sind bereits jetzt: Faust-Museum in Knittlingen (Württemberg) und AA-Jahreskonferenz in Chester (Großbritannien). In Form einer Wanderausstellung mit unterschiedlicher Größe und unterschiedlichem Schwerpunkt in der Thematik kann sie anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Der größte Teil der Exponate ist dem Projekt gespendet bzw. vom Ausstellungsmacher privat erworben worden. Es ist geplant, das Projekt als Wanderausstellung an vielen verschiedenen Orten zu zeigen. Es handelt sich dabei nicht um eine kommerzielle Esoterikmesse, sondern um ein wissenschaftlich fundiertes historischen Projekt, das anspruchsvoll aufgemacht ist. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, Vorschläge für eine Exposition in stilvollen Räumen nehmen wir gerne entgegen! Außerdem werden natürlich auch gerne Ausstellungsgegenstände angenommen, als da wären: Faksimiles oder Originale alter astrologischer Bücher, Drucke, Holzschnitte, alte Horoskope, Nachbauten oder Originalteile von astronomischen Gegenständen wie Astrolabium, Armillarsphäre, Jakobsstab etc. bzw. Geldspenden für die Reproduktion alter astrologischer Gemälde auf Ausstellungsformat. |
7 - Kurzdarstellung der ExponateMit einem Stern * versehene Eintragungen weisen auf Reproduktion bzw. Nachbauten hin. I. Causa materialis - Die Sternenwissenschaften In Melanchthons Zeit gab es noch kein Fernrohr, und die Sternenwissenschaftler der Reformationszeit trennten nicht Astronomie von Astrologie.
II. Causa formalis - Himmlische Künste Symbole und Zeichen wurden oft in der Kunst verwendet. Die Deutung ist jedoch nicht immer einfach: Dürer schuf humanistische Sinn- und Denkbilder, Cranach zeigte die Würde des Sternendeuters, Schaffner baute die ganze Palette himmlischer Deutungskunst in ein repräsentatives Gemälde.
III. Causa efficienz - Horoskope im Christentum Der Christ Melanchthon deutete Horoskope. Sein Freund Luther hingegen baute seinen Glauben einzig auf die Bibel. Um die Reformation zu unterstützen, druckten sie die alte Lichtenberger-Prognostica noch einmal. Später dann deutet der katholische Bischof Gauricus das Lutherhoroskop auf zweifelhafte Weise.
IV. Causa finalis - Nachfolger und Wirkungsgeschichte Tycho Brahe, Johannes Kepler und Galileo Galileo waren Astronomen, zugleich auch Astrologen. Sie und die vielen Schüler Melanchtons (u.a. Erasmus Reinhold, Caspar Peucer, Heinrich Rantzau) ließen sich vom offenen Geist der Wittenberger Universität Leucorea inspirieren, erforschten die Sternenwelt und deuteten zugleich Horoskope.
0. Experimentalraum in der Krypta
8 - Liste der offiziellen SponsorenWir danken den im Folgenden aufgeführten Förderern des Ausstellungsprojekts recht herzlich. Ein Großteil der wertvollen Produkte kann auch direkt von den Firmen käuflich erworben werden. Beachten Sie hierzu die angegebenen Adressen!
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