Hallo Widderwaage,>Das ist ja gerade das Verrückte
>an der ganzen Geschichte: Eva
>Herman prangert Hitler und die
>Nazis an, dass sie die
>vorher geltenden Werte der Familie
>und Mütterlichkeit für die Nazi-Ziele
>vereinnahmt haben. Sie klagt in
>dieser Hinsicht die Nazis an.
>Und genau das verdrehen die
>Medien, zitieren sie falsch und
>bruchstückhaft, Kerner ganz öffentlich. Das
>schafft Verwirrung, ein Grossteil der
>Medien produzieren die Verwirrung.
Na ja, also ich weiß nicht. Hier ist das ominöse Zitat:
“Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ‘ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68er wurde damals praktisch alles das alles, was wir an Werten hatten, es war ‘ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle, aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben….“
Es stammt von Eva Hermans Seite, also wird es wohl richtig sein. Das war mündlich, deshalb wohl der krude Stil - und es ist ein seltsam wirrer, verdrehter Satz, aus dem sich - wenn man ihn nur hört (es war auf einer Pressekonferenz), im Grunde jeder herausziehen kann an Information, was er will.
Ehrlich gesagt finde ich das für eine Autorin einen sehr peinlichen Satz, rein grammatikalisch und formal. Meine Deutschlehrerin würde graue Haare bekommen, wenn sie nicht schon welche hätte. 
Da braucht man sich gerade als Fernsehfrau nicht zu wundern, dass man in der Luft zerrissen wird, wenn man der Presse oder dem Fernsehen dann bei der Klarstellung auch noch Steilvorlagen bietet (bei Hitler wurden Autobahnen gebaut usw.), auch wenn man es anders meint. Wenn man das 3. Reich in seine Argumentation einbaut, ist Klarheit noch sehr viel mehr von Nöten, um Missverständnisse zu vermeiden.
Das beste Mittel, um so verstanden zu werden, wie man es möchte, ist, sich einer klaren Kommunikation zu bedienen. Da scheint Eva Herman immensen Nachholbedarf zu haben. Vielleicht gefällt sie sich aber auch in ihrer neuen Märtyrer-Rolle. Das kann die Auflagenhöhe durchaus steigern. Und irgendwie ist es doch beruhigend, sich selbst nicht in Frage stellen zu müssen, wenn die anderen immer die Bösen sind... 
Grüße
Birgit
Starfish - Psychologische Astrologie und Jyotish