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Wahlprognose 2009

Am Wahlsonntag läuft Merkur von der Erde aus betrachtet rückwärts durch den Tierkreis. Merkur steht für alles, was funktionieren, abgesprochen, aufgeschrieben und in die Wege geleitet werden soll. Seine Rückläufigkeit weist im Wahlhoroskop darauf hin, dass es in der Auszählung kleinere Patzer geben kann, oder dass zunächst nicht klar ist, wer denn nun feiern darf, wobei einige Einschätzungen nach den ersten Auszählungen durch weitere Zahlen noch korrigiert werden müssen.

Außerdem ist der rückwärts laufende Merkur ein Hinweis darauf, dass kurz nach der Wahl zu den bestehenden Verhältnissen zurückgekehrt wird - zumindest wurde bei allen bisherigen Bundestagswahlen unter rückläufigem Merkur die amtierende Regierung wiedergewählt.

Die CDU bekommt jedenfalls die meisten Stimmen. Dafür spricht der Mond, der im Wahlhoroskop das Volk repräsentiert und sich am Wahltag im konservativen Zeichen Steinbock befindet. Außerdem sind am 27.9.09 jene Tierkreiszeichen stark besetzt, die dem beständigen, bewahrenden Element Erde zugeordnet werden, was ebenfalls konservative Kräfte bestätigt. Das Element Erde ist außerdem im Horoskop der Grünen betont, die am Wahltag relativ gut abschneiden dürften. Die CDU erhält hingegen nicht ganz so viele Stimmen wie erwartet, denn aus dem Horoskop der CDU lassen sich neben bestätigenden auch ein paar kritische Konstellationen erkennen.

Für die Roten, insbesondere die SPD, ist aus astrologischer Sicht der rote Planet Mars zuständig. Jener befindet sich am Wahltag im Zeichen Krebs „im Fall“, was auf Stimmenverluste für die SPD hinweist. Aber auch die Linken dürften weniger Stimmen bekommen, als sie sich erhofft haben.

Im Moment der Schließung der Wahllokale, der als „Geburt der Wahl“ betrachtet werden kann, steht das Zeichen Schütze in Kulmination: es beherrscht also das, was oben im Ergebnis herauskommt. Der Schütze ist außerdem das Aszendentenzeichen der SPD. Auffallend ist dabei, dass in allen Wahlhoroskopen seit 1998, also seit die SPD regiert oder wenigstens mitregiert, das Zeichen Schütze bei Schließung der Wahllokale an der gleichen Stelle stand.

Allerdings befindet sich diesmal Jupiter, der zum Schützen gehört, im 12. Haus, dem Lebensbereich des Loslassens. Deswegen wird einiges an alternative Parteien abgeben werden müssen. Jupiter im Wassermann verstärkt zudem die kleineren Parteien und weniger das Zentrum.
 
So gesehen dürften Grüne, Linke, FDP und SPD annähernd gleich viele Stimmen haben, zumindest im Vergleich mit anderen Wahljahren. Die SPD wird von diesen vier Parteien wohl noch die meisten Stimmen bekommen. Die FDP könnte weniger Stimmen erhalten als erwartet, da die "liberale" Venus in der Jungfrau im Fall steht. Auch der rückwärts laufende Merkur weist hier eher auf rückgängige Zahlen für die FDP hin. In Verbindung mit Saturn kann dies für die FDP bedeuten dass sie bei der Regierungsbildung vor verschlossenen Türen stehen muss.
 
Am Wahltag steuert Mars auf die Sonne von Angela Merkel zu. Das wird nicht gerade erfreulich für Frau Merkel und dürfte einiges an Aufregung bringen. Zudem kann es als Hinweis verstanden werden, dass sie sich weiterhin in einer großen Koalition mit den Roten eher streiten als vertragen, aber dennoch manches vorantreiben wird. Die Position von Jupiter im Wassermann am Wahltag auf dem Mond von Angela Merkel bestätigt ihre Position als Kanzlerin, bringt ihr allgemeine Beliebtheit und Popularität. Die Positionen von Erntegöttin Ceres und weitere Aspekte unterstreichen dies.

Relativ gute Konstellationen bestehen für Frank Walter Steinmeier. Der Mond, der für das Volk steht, befindet sich am Wahltag auf seiner Sonne. Das kann als Hinweis darauf verstanden werden, dass er von der Stimme des Volkes bestätigt wird. Außerdem befindet sich Jupiter auf der Venus von Steinmeier: das ist fast immer eine Konstellation für soziale Anerkennung und Erfolg.

Aber auch für Gregor Gysi und Oskar Lafontaine sieht es am Wahltag recht gut aus. Die Grünen dürften mit Claudia Roth mindestens so viele Stimmen bekommen wie erwartet. Zudem lassen sich im Horoskop der Grünen viele bestätigende Konstellationen erkennen. Für die FDP gibt es hingegen irritierende Uranus-Einflüsse. Auch Guido Westerwelle hat am Wahltag keine so angenehmen Konstellationen.

Insgesamt gesehen ist es daher sehr wahrscheinlich, dass es wieder zur Bildung einer großen Koalition kommen wird.

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Über den Autor:

Christine Keidel-Joura (1964) arbeitet seit 1985 als beratende Astrologin. Sie leitet eine Astrologie-Schule in Bremen und ist bekannt geworden durch zahlreiche Beiträge in der Astrologiezeitschrift Meridian. Autorin der Bücher „Vom Charakter der Heilpflanzen“ (1996) und „Vom Charakter des I Ging“ (1999).