astrologix.de
Sie sind hier ==> astrologix : Artikel : Techniken : Das Human Design System
Weitere Informationen:

Wolfgang Schubert, Jahrgang 1947, war Starfighter- und Tornado-Pilot. Er studierte Wirtschaftswissenschaft und absolvierte das Kontaktstudium Management an der Universität Augsburg.
Ausbildung zum Heilpraktiker in München. Seit 1993 Human-Design-System-Aus- und Fortbildungen bei Ra Uru Hu. HDS-Lehrer seit 1995. Schuberts Ziel ist es, "die Bereiche zu erweitern, in denen das HDS mit großem Nutzen angewandt werden kann". Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Erforschung der Zusammenhänge von "Human Design und Gesundheit", "Partnerschafts-Beziehungen" und "Analyse/Optimierung von Geschäftssituationen und beruflichen Beziehungen".
 

Autor: Friedrich Maier - aus merCur 2/01

Das Human Design System - HDS


Es ist eine einzigartige Kombination aus Astrologie, I Ging, Chakrenlehre und Zahlenmystik und ein faszinierendes Handwerkszeug: Das Human Design System offenbart dem Menschen, wer er wirklich ist. Wolfgang Schubert, Heilpraktiker in München, arbeitet seit Jahren mit diesem Konzept. Er ist überzeugt vom großen Nutzen für seine Klienten.

Das Human Design System (HDS) ist keine menschliche Schöpfung, es wurde aus dem Kosmos "übermittelt". Ein gebürtiger Frankokanadier empfängt im Januar 1987 auf der Insel Ibiza ein "Wissenspaket", das die gesamten Eigenschaften der menschlichen Existenz enthält. Zugleich erhält er durch diese "Stimme" einen neuen Namen: Ra Uru Hu. Die "Übertragung" dauert eine Woche – und ist offenbar ziemlich unangenehm.

Zwei Jahre lang erzählte Ra Uru Hu niemandem von seiner Eingebung. In dieser Zeit überprüfte er das System an sich – allein. Erst als er von dessen Wirkung überzeugt war und den logischen, stringenten Aufbau verstand, schrieb er es nieder. Zu Hilfe nahm er dabei vor allem die Mond-Transite. Der Mond lieferte die meisten wiederholbaren Daten; er löste jedes Thema 25 mal in zwei Jahren aus.

Der Münchner Heilpraktiker Wolfgang Schubert war einer der ersten Deutschen, die bei Ra Uru Hu lernten. Seit 1995 bietet er als "lizenzierter Analyst" selbst Ausbildungen an. Er schwört auf das HDS als "Handwerkszeug, das dazu dient, dem Menschen zu zeigen, wer er ist". Ihn fasziniert vor allem die ebenso geniale wie einmalige Synthese aus Astrologie, I Ging, Chakrenlehre und Zahlenmystik. Nicht nur das: HDS integriert auch die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaft. Und: Das HDS ist das einzige "esoterische" System, das "inzwischen durch wissenschaftliche Studien belegt ist", betont Schubert.

Kernbaustein des HDS ist die Verbindung der astrologischen Planetenpositionen im Innenkreis mit dem I Ging im Aussenkreis. Dieser Aussenkreis wird eingeteilt in 64 Abschnitte, entsprechend den 64 Hexagrammen des I Ging. Diese Hexagramme beschreiben menschliche Grundwesenszüge. Was nichts anderes heißt als: die Planeten aktivieren das Wissen des I Ging, also die Inhalte einer komplexen 4000 Jahre alten Datenbank, die alle menschlichen Eigenschaften in sich trägt. Steht z.B. die Sonne eines Klienten auf zwei Grad Schütze, so entspricht das dem Hexagramm 34 "Des Großen Macht". Die Namen der Hexagramme entsprechen der Übersetzung von Wilhelm. Der Inhalt, die Deutung ist jedoch von Ra Uru Hu entsprechend seinen Erkenntnissen aktualisiert und als "Rave I Ging" geschrieben worden.

Besonders faszinierend ist die digitale Bezifferung der Hexagramme, die einer streng mathematischen Logik folgen, und zugleich ein universelles Grundprinzip ausdrücken (Polarität, Yin-Yang). Die Chinesen unterteilten nämlich ihre Hexagramme in 6 Unterthemen, die sog. "Linien", beziffert mit dem digitalen Code Yin oder Yang.

Bei der Entdeckung der menschlichen Genstruktur 1953 fand man darin genau die gleiche mathematische Struktur wie im I Ging, nämlich 6 und 64, d.h. das I Ging deckt sich mit der menschlichen Genetik.

Fast jede der 384 "Linien" (64 mal 6) enthält in sich noch einmal eine Polarität, d.h., ein angeborenes Thema kann in zwei gegensätzlichen Ausprägungen gelebt werden: man kann z.B. ein guter hilfreicher Mensch sein – oder genau das Gegenteil davon. Wichtig ist noch: Die beiden entgegengesetzten Verhaltensweisen in einer Linie werden immer durch zwei Planeten fixiert. Im Beispiel des Hexagramm 34 in der 2. Linie sind es Mars und Venus. Das für jede Linie unterschiedliche Planetenpaar liegt fest – es wurde so "übermittelt".

So haben wir im I Ging nicht nur 384 menschliche Eigenschaften beschrieben, sondern genau 759 (384 mal 2 minus 9), denn 9 Linien enthalten keine Polarität, da ist nur ein Planet angegeben.

Jeder Mensch schöpft also aus dem Pool von 759 Eigenschaften. Doch kann er nur 26 solche Eigenschaften in dieses Leben mitbekommen. Welche, das beantwortet das HDS. Nun kommen Chakrenlehre und Zahlenmystik mit ins Spiel. "Damit können Sie die Informationen auf das konkrete Wesen beziehen, das macht das HDS einzigartig", erläutert Schubert. Er meint damit, jeder Mensch hat eine ganz eigene spezifische Körpergrafik, die sich von der eines Tieres deutlich unterscheidet ("eine Information, die Ihnen die Astrologie nicht liefert").

Homo Sapiens hat gemäß HDS neun Energiezentren. Diese sind auf eine ganz bestimmte Weise miteinander verbunden, stellen also die Verbindungsmuster dar, durch welche Energie fließen kann. Das ist der Grundbauplan des Menschen, seine Matrize. Die Zentren sind durch 36 Kanäle untereinander verbunden. Die Anordnung der Kanäle wurzelt in der Zahlenmystik (Kabbala) und ähnelt dem "Baum des Lebens".

Die Einzigartigkeit jedes Menschen ergibt sich durch seinen Planetenstellungen, die bestimmte Eigenschaften aktivieren.

Nun beruht die Körpergrafik des HDS auf zwei Daten: Zum einen wird der Zeitpunkt 88 Grad des Sonnenlaufs vor der Geburt errechnet (Sonnenposition bei der Geburt minus 88 Grad). Das entspricht etwa drei Monaten vor der Geburt (sechster Schwangerschaftsmonat). Dieses erste Datum ergibt 13 Planetenpositionen und damit 13 Eigenschaften (beachte: im HDS werden Erde und die beiden Mondknoten miteinbezogen, Chiron nicht).

Zusammen mit den 13 Eigenschaften des Geburtsdatums sind das die 26 Merkmale, die wir mitbekommen in diese Existenz.

Der frühere Zeitpunkt (88 Grad zurück) ist wesentlich, weil bis dahin die Großhirnrinde, der Sitz des Bewusstseins des Fötus, noch nicht ausgereift ist. Das heißt, zu diesem Zeitpunkt prägen die (unbewussten) Geninformationen der Vorfahren den Fötus, werden quasi in jeder Zelle verankert! Das Bewusstsein entwickelt sich erst später und wird zum Geburtszeitpunkt geprägt. Anders gesagt: Die zum ersten Zeitpunkt ausgeprägten Eigenschaften sind unsere unbewussten Eigenschaften, d.h., auf sie kann der Mensch nur reagieren. Schubert: "Mit dem Human Design System ist es erstmals möglich, diese unbewussten Eigenschaften präzise zu analysieren, sie anzuschauen und kennen zu lernen; und damit gut umzugehen". Damit offenbare das HDS letztlich "die genetische Struktur, mit der ein Mensch geboren wurde", und zwar je zur Hälfte mit einem bewussten und einem unbewussten Anteil. Auf diese Weise wird das HDS zur Betriebsanleitung eines an sich "mechanischen Apparates". Was der einzelne mit der Betriebsanleitung macht, kann jeder selbst entscheiden. Er kann sie befolgen – aber auch dagegen verstoßen. Auch das, was er bisher in seinem Leben angestellt hat, seine Erfahrungen, lässt sich im HDS nicht erkennen.

In jedem Fall hilft uns das System, mit unseren unbewussten Anteilen (die wir ja meist auf andere projizieren) besser umzugehen. Wir können sehen: Jeder, der uns begegnet, spiegelt eine Teil meines Unbewussten, und umgekehrt. Dadurch wird ein Bewusstwerdungsprozess ausgelöst...

Die gewonnen Informationen werden in die Körpergrafik übertragen. Das heißt, von den 64 Toren in den Zentren werden diejenigen markiert, die durch Planeten aktiviert sind. Und zwar für den vorgeburtlichen Zeitpunkt und das Geburtsdatum. Die 64 Tore arbeiten wie elektrische Schalter, die Informationen freigeben – oder nicht. Die Fernbedienung der Tore, sprich Öffnung der Kanäle, geschieht durch die Planeten.

"Auf diese Weise zeigt die Körpergrafik, wo Energie fließt, bewusst oder unbewusst", weiß Schubert. Vollständig farbige Kanäle nennt man "Definitionen". Die Energie kann hin und her fließen weil beide gegenüberliegenden Tore geöffnet sind; die verbundenen Zentren sind aktiviert. "Definitionen legen mich fest; so sind meine Eigenschaften! So bin ich. So ist meine Genstruktur – mit bewussten und unbewussten Anteilen" (Schubert). Dieser Schaltplan ist wie die Genstruktur unveränderbar.

Halb angefüllte Kanäle bedeuten, dass das gegenüberliegende Tor nicht aktiviert wird – weil dort kein Planet am Himmel stand. Die komplett weißen Kanäle und Zentren zeigen an: Weder an einem noch am anderen Ende stand ein Planet.

Maximal kann ein Mensch 26 Tore aktiviert haben – meist sind es weniger. Der Rest (die Mehrheit), wird nicht aktiviert, bleibt im Schaltplan weiß.

Noch einmal: Jeder Mensch trägt einen Satz von 759 genetischen (menschlichen) Eigenschaften in sich. Immer. Aber maximal 26 sind aktiviert, die "restlichen" 733 bleiben weiß. Diese 733 können zeitweise aktiviert werden – aber immer nur von außen! Das nennt man "Konditionierung". Und man ist immer konditioniert. Denn die weißen Anteile sind stets offen, stehen gewissermaßen bereit dafür, angeschaltet zu werden. Und zwar:

  • Durch Transite, wenn Planeten also auf bestimmten Hexagrammen "stehen";
  • Durch andere Menschen (Schubert: "das macht das Leben ja erst spannend"). Daher aktiviert jede Begegnung einen Datenaustausch, der die "Tore beim jeweils anderen aufschließt". Aus diesem Grund eignet sich das HDS auch gut für Partnervergleiche (Composite), indem die Grafiken übereinandergelegt werden. Nun lässt sich erkennen, wo sich die Partner z.B. ergänzen. Auch hier gilt: Menschen konditionieren sich gegenseitig. Immer.

Für Schubert ist in diesem Kontext entscheidend: "Das HDS beweist: Alles hat zwei Seiten. Man kann also nichts bewerten. So zeigen uns z.B. die farbigen Kanäle und Zentren: Das bin ich für‘s ganze Leben. Das funktioniert immer. Darauf kann ich mich verlassen. Die andere Seite ist: Das ist meist auch langweilig – und es schränkt ein, es ist auch Inflexibilität damit verbunden. Deshalb kann nur in den weißen Kanälen und Zentren Entwicklung stattfinden". Wie gesagt: Da sind wieder die 2 Seiten.


Kontakt: Human Design Praxis München.
Tel.: 089/209 004 77,
e-mail: hp.w.schubert@t-online.de
internet: www.humandesignsystem.de


Das Human Design System gibt Antworten auf Fragen wie:

  • Wer bin ich wirklich?
  • Worauf kann ich mich verlassen?
  • Warum gerate ich immer wieder in die selben Situationen?
  • Wo liegen meine Stärken?
  • Welche Therapieformen sind gut für mich?
  • Welcher Partner fördert mich, welcher schadet mir?

Darüber hinaus gibt das HDS Auskunft über biologische Abläufe, die gesundheitlichen Dispositionen und den individuellen Weg der Gesunderhaltung. (W. Schubert)

Seitenanfang